Bedeutung und Relevanz

Mehl: Grundzutat und Grundlebensmittel. Und selbst auch so vielfältig und vielseitig einsetzbar. Für Gil&Toni keine Zutat, um nur heiße Brötchen zu backen, sondern echte authentische Backwerke! Wenn Ihr die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema „Gendersensible Lehre“ nicht verpassen wollt, heizt besser direkt den Ofen vor!

Bedeutung von Gender in der Lehre

Gender- und diversitätssensible Lehre fördert Menschen bewusst und individuell, sodass möglichst allen Bedürfnissen entsprochen wird und unterschiedliche Potenziale sowie Talente entwickelt werden können. „Gender in der Lehre“ zeichnet sich durch Wertschätzung und Toleranz aus, stärkt das Miteinander, betrachtet Vielfalt als Chance und trägt gleichzeitig dazu bei, Ungleichheiten und Diskriminierungen abzubauen. „Gender in der Lehre“ zielt darauf ab, den Lernerfolg der verschiedenen Denk- und Lerntypen zu fördern, die Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und Studierende zu motivieren.

Gender- und diversitätssensible Lehre schränkt niemanden in der Erkundung und Entfaltung der eigenen Lernbedürfnisse ein und ermöglicht es allen Teilnehmenden gleichermaßen, vom Lehrangebot zu profitieren. Ziel ist es nicht nur, den Lernerfolg zu steigern, sondern auch die gesellschaftliche Integration zu fördern. Auf diese Weise leistet gender- und diversitätssensible Lehre einen Beitrag zur Überwindung von Stereotypen und unbewussten Exklusionsmechanismen. Gleichzeitig wird die Genderkompetenz aller Beteiligten weiterentwickelt und gestärkt.

Ziel von „Gender in der Lehre“ ist es auch, ein Bewusstsein für Geschlechterfragen in den jeweiligen Fach- und Wissenschaftsdisziplin zu schaffen und somit gesamtgesellschaftliche Geschlechtergerechtigkeit zu fördern und geschlechtsbasierte Ungleichheiten und Normen zu hinterfragen und zu überwinden.

Bei der Gestaltung einer gendersensiblen Lehre spielen Didaktik, die Aufbereitung der Studieninhalte und das Lernsetting eine bedeutende Rolle. Kurz gesagt, stellt sich aus der Geschlechtsperspektive die Frage, was (Lehrinhalte) auf welche Art (Didaktik und Kommunikation) wie (Lernsetting) vermittelt wird.

Quellen:

Auferkorte-Michaelis, N., I. Stahr, A. Schönborn & I. Fitzek (Hrsg.), 2009: Gender als Indikator für gute Lehre. Erkenntnisse, Konzepte und Ideen für die Hochschule. Opladen & Farmington Hills: Budrich UniPress Limited.

Metz-Göckel, S., 2012: Genderdimensionen in der Hochschuldidaktik-Forschung. S. 317–330 in: M. Kampshoff & C. Wiepcke (Hrsg.), Handbuch Geschlechterforschung und Fachdidaktik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

https://www.genderdiversitylehre.fu-berlin.de/inhalte/fach_zugaenge/index.html

Gendersensible Kommunikation

Die Integration von Gender in der Lehre und die Berücksichtigung einer gendersensiblen Kommunikation sind wichtige Schritte, um eine inklusive und diskriminierungsfreie Lernumgebung zu schaffen. Hier sind einige Aspekte und Fragen, die dabei helfen können, diese Ziele zu erreichen:

  1. Aktive Ansprache und Sichtbarkeit:
    • Wer wird explizit angesprochen, und wer ist nur „mitgemeint“?
    • Werden alle Geschlechter gleichermaßen sichtbar gemacht, oder dominieren bestimmte Geschlechter in der Sprache?
      Hier ein Beispiel: Statt „Liebe Studenten“ könnte „Liebe Studierende“ verwendet werden, um alle Geschlechter einzubeziehen.
  2. Pronomen und geschlechtliche Identität:
    • Werden die bevorzugten/selbstgewählten Pronomen der Studierenden respektiert und korrekt verwendet?
    • Gibt es die Möglichkeit, Pronomen (z. B. in Vorstellungsrunden oder in digitalen Plattformen) mitzuteilen, um Fehlannahmen zu vermeiden?
      Hier ein Beispiel: Die Frage „Mit welchem Pronomen möchtest du angesprochen werden?“ kann helfen, die Identität der Studierenden zu respektieren.
  3. Sprache über Geschlechter:
    • Wie wird über Männer, Frauen und nicht-binäre Personen gesprochen?
    • Werden bestimmte Geschlechter stereotyp dargestellt (z. B. Männer als technisch begabt, Frauen als emotional)?
  4. Reproduktion von Geschlechterstereotypen:
    • Werden in Lehrinhalten, Beispielen oder Aufgaben unbewusst Geschlechterstereotype reproduziert?
    • Werden Frauen, Männer und nicht-binäre Personen gleichberechtigt in Beispielen, Fallstudien oder Rollenmodellen dargestellt?
  5. Sensibilisierung und Reflexion:
    • Gibt es Schulungen oder Ressourcen für Lehrende, um sich mit gendersensibler Sprache und Inklusion auseinanderzusetzen?
    • Wird die eigene Sprache regelmäßig reflektiert, um sicherzustellen, dass sie inklusiv ist?
  6. Feedback und Partizipation:
    • Gibt es Möglichkeiten für Studierende, Feedback zu geben, wenn sie sich diskriminiert oder nicht angesprochen fühlen?
    • Werden Studierende aktiv in die Gestaltung einer inklusiven Lehrumgebung einbezogen?

Durch die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Fragen können Lehrende dazu beitragen, eine Lernumgebung zu schaffen, in der sich alle Studierenden unabhängig von ihrem Geschlecht respektiert und wertgeschätzt fühlen. Dies fördert nicht nur die Gleichberechtigung, sondern auch eine offene und produktive Lernatmosphäre.

Quelle:

Baur Esther, Madeleine Marti 2000: Kurs auf Gender-Kompetenz. Leitfaden für eine geschlechtergerechte Didaktik in der Erwachsenenbildung. Basel.

Gendersensible Lehrmaterialien

Gendersensible Lehrmaterialien sind Lehr- und Lernmaterialien, die bewusst darauf achten, Geschlechtervielfalt zu berücksichtigen und Geschlechterstereotype zu vermeiden. Sie zielen darauf ab, eine inklusive Lernumgebung zu schaffen, in der sich alle Studierenden mit ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten und Interessen unabhängig von ihrem Geschlecht angesprochen und repräsentiert fühlen. Neben dem Geschlecht nehmen gendersensible Lehrmaterialien auch weitere soziale Kategorien wie zum Beispiel Ethnizität, Behinderung oder Religion in den Blick. Die wichtigsten Aspekte, die gendersensible Lehrmaterialien ausmachen:

  1. Die Repräsentation aller Geschlechter in Wort und Bild: Vielfalt in Beispielen und Abbildungen und gleichberechtigte Rollen; Inklusive Formulierung in Gesprochenem und geschriebenem Wort sowie Verwendung der korrekten Pronomen.
  2. Vermeidung von Geschlechterstereotypen: Keine klischeehaften Rollenbilder bedienen, nicht nur traditionell „männlich“ oder „weiblich“ konnotierte Bereiche abdecken.
  3. Integration von Gender-Aspekten: In den Lehrmaterialien werden geschlechterrelevante Themen und Perspektiven der Disziplin integriert und kritisch reflektiert.
  4. Barrierefreiheit und Zugänglichkeit: Es wird auf Barrierefreiheit und einen niederschwelligen Zugang zu den Materialien geachtet.

Quelle:

Eylert-Schwarz, A., 2020: Ausgewählte Ansätze zur Schärfung des Gender- und Diversitybewusstseins in der akademischen Weiterbildung. S. 26–32 in: E. Glaß & A. Mörth (Hrsg.), Gender- und diversitysensible Gestaltung von (Studien-)Angeboten wissenschaftlicher Weiterbildung. Handreichung der wissenschaftlichen Begleitung des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“. Berlin: BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung.

https://www.genderdiversitylehre.fu-berlin.de/inhalte/fach_zugaenge/index.html

Gendersensible Lehrinhalte

Lehrinhalte sollten so aufbereitet sein, dass sie die Dimension Geschlecht implizit oder explizit berücksichtigen. Man spricht hier von Gender Enrichment.

Nach Gindl et al. (2007) lassen sich fünf Disziplinbündel unterscheiden:

  1. Geistes- und Kulturwissenschaften,
  2. Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften,
  3. Medizin, Psychologie und Pädagogik,
  4. Naturwissenschaften und Technik sowie
  5. Disziplinunabhängige soziale Kompetenzen.

Hierbei können verschiedene Arten des Gender Enrichments unterschieden werden:
a) Inhalte, die geschlechtliche Perspektiven berücksichtigen,
b) Inhalte, die geschlechtliche Perspektiven explizit thematisieren,
c) Inhalte, die Dissens bearbeiten,
d) Inhalte zur Wissenschaftsgeschichte und -systematik sowie
e) grundlegende, sogenannte Lexikonarbeit, die vor allem Einführungen und Grundlagen umfasst.

Gendersensible Lehrinhalte haben eine fachübergreifende Relevanz. Erläuternde Beispiele hierfür finden sich in der Medizin und im Maschinenbau:
In der Medizin wird beispielsweise noch immer zu wenig berücksichtigt, dass es bei Knochen- und Skelettgesundheit geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. Ebenso unterscheiden sich die Symptome eines Herzinfarkts bei Frauen und Männern, was oft zu Fehldiagnosen bei Frauen führt.

In der Automobilbranche ging man lange Zeit fast ausschließlich von männlichen Fahrern aus. Erst 2022 wurde der erste weibliche Crashtest-Dummy entwickelt, der künftig für mehr Sicherheit von Frauen bei Autounfällen sorgen soll. Der Dummy verfügt über eine der weiblichen Anatomie entsprechende Körperstruktur: Er ist kleiner und leichter, hat einen dem weiblichen Muskelaufbau angepassten Körperbau, berücksichtigt Hüfte und Becken von Frauen und weist einen anderen Körperschwerpunkt auf.

Diese Beispiele verdeutlichen die gewichtige Bedeutung des Gender Enrichments der Lehrinhalte in der eigenen Fachdisziplin.

Neben der Sichtbarkeit und Repräsentation aller Geschlechter gehört auch die kritische Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und Privilegien zur gendersensiblen Aufbereitung und Kommunikation von Lehrinhalten.

Das Aufzeigen des Praxisbezugs und die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen bereichern die gendersensible Lehre ebenso. Sie geben sowohl Studierenden als auch Lehrenden einen kritischen und selbstbewussten Blick auf die Disziplin(en) und ein gutes Rüstzeug für den Einstieg ins Berufsleben. Dies befähigt sie nicht nur, möglichen Diskriminierungen entgegenzutreten, sondern auch, Veränderungen in der Gesellschaft aktiv voranzutreiben.

Quellen:

Gindl, Michaela; Günter Hefler und Silvia Hellmer 2007: Grundlagen der Gendersensibilität in der Lehre. IFF-Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung Arbeitsbereich Wissenschaft und Arbeitswelt. Wien.

Greusing, I., 2018: „Wir haben ja jetzt auch ein paar Damen bei uns“. Symbolische Grenzziehungen und Heteronormativität in den Ingenieurwissenschaften. Leverkusen – Opladen.

https://www.gender-curricula.com/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/Studie-14_Geschlechtergerechte_Akkreditierung_2.pdf

Gendersensible Didaktik

Gendersensible Didaktik bereitet Inhalte und Lernziele so auf und setzt didaktische Methoden bewusst so ein, dass der Lernstoff für alle Studierenden – unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität oder ihrem Lerntyp – gut erlernbar und anwendbar ist. Studierende bringen unterschiedliche Lernstrategien, vielfältige Interessen und individuelle Lebenserfahrungen in die Lehrveranstaltung ein. Diese Vielfalt gilt es im Sinne einer gendersensiblen Lehre zu berücksichtigen und gezielt zu nutzen, um eine inklusive Lernumgebung zu schaffen.

Vertiefende Informationen hierzu findet Ihr in unserem Supermarkt unter den Kategorien Genderstreusel und Cocktailkirschen.

Quelle:

Auferkorte-Michaelis, N., I. Stahr, A. Schönborn & I. Fitzek (Hrsg.), 2009: Gender als Indikator für gute Lehre. Erkenntnisse, Konzepte und Ideen für die Hochschule. Opladen & Farmington Hills: Budrich UniPress Limited.

https://www.genderdiversitylehre.fu-berlin.de/inhalte/fach_zugaenge/index.html

Ist gendersensible Lehre fachgebunden?

Eine gendersensible Lehre ist in allen Disziplinen gefragt und wichtig.

Wesentlich dafür ist eine sich stetig weiterentwickelnde Genderkompetenz der Lehrenden, die unabhängig von Disziplin, Fachrichtung und Studiengang relevant ist.
Gleichzeitig existieren in der praktischen Umsetzung maßgebliche Unterschiede zwischen den Wissenschaftsdisziplinen. Deshalb sind die Erfahrungswerte von Lehrenden unterschiedlicher Fachgebiete ein wertvoller Bestandteil von Gil&Toni: Deine Vorschläge, Ideen und Erfahrungen, wie fachspezifische Inhalte geschlechtssensibel erweitert werden können, oder Deine Erfahrungen aus der Didaktik, welche praktischen Methoden sich besonders für das jeweilige Fachgebiet eignen, sind für die wertvolle Sortimenterweiterung des Super-Gendermarkts essentiell. Gemeinsam mit Euch wollen wir eine Sammlung an fachspezifischen Fallbeispielen im Gender Enrichment aufbauen und so einen praxisorientierten Beitrag zu einer gerechteren Gesellschaft leisten. Mehr dazu gibt es schon bald im Super-Gendermarkt von Gil&Toni – es bleibt also spannend!

Quelle:

Eylert-Schwarz, A., 2020: Ausgewählte Ansätze zur Schärfung des Gender- und Diversitybewusstseins in der akademischen Weiterbildung. S. 26–32 in: E. Glaß & A. Mörth (Hrsg.), Gender- und diversitysensible Gestaltung von (Studien-)Angeboten wissenschaftlicher Weiterbildung. Handreichung der wissenschaftlichen Begleitung des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“. Berlin: BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung.

https://www.gender-curricula.com/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/Studie-14_Geschlechtergerechte_Akkreditierung_2.pdf

Wie kann ich beginnen, meine Lehre gendersensibel zu gestalten?

Es ist großartig, dass Du Dich mit dem Thema Gender in der Lehre auseinandersetzen möchtest! Der erste Schritt ist die Selbstreflexion. Dabei geht es darum, sich bewusst zu machen, welche eigenen Vorstellungen, Rollenbilder und möglichen Vorurteile (Biases) – und die haben wir alle – man in sich trägt. Das ist ein wichtiger Prozess, der Zeit, Mut und Offenheit erfordert, aber essenziell für eine gendersensible Lehre ist.

Unser Genderbasics-Regal ist ein guter Ausgangspunkt, um grundlegendes Wissen aufzubauen. Dort findest Du Informationen und Ressourcen, die Dir helfen, ein Verständnis für die Thematik zu entwickeln. Es ist völlig in Ordnung, wenn Du noch am Anfang stehst – jeder fängt mal an, und unser Angebot ist genau dafür da, Dich zu unterstützen. Auch um Dir eine erste Meinung zu bilden.

Wenn Du bereits etwas fortgeschrittener bist, können unsere Genderstreusel und Cocktailkirschen hilfreich sein, um konkrete Ansätze in Deine Lehre zu integrieren. Die Erfahrungsberichte anderer Lehrender bieten zudem Einblicke, wie gendersensible Lehre in der Praxis aussehen kann.

Falls Du den Austausch mit anderen suchst oder in einer kleinen Gruppe lernen möchtest, kannst Du Dich gerne bei uns melden. Wir begleiten Dich auf diesem Weg und unterstützen Dich dabei, Deine Lehre reflektiert und gendersensibel zu gestalten.

Schreib uns einfach an, wenn Du Fragen hast oder Unterstützung brauchst – wir freuen uns darauf, Dich auf diesem spannenden Weg zu begleiten: gilundtoni@hm.edu.

Quelle:

Baur Esther, Madeleine Marti 2000: Kurs auf Gender-Kompetenz. Leitfaden für eine geschlechtergerechte Didaktik in der Erwachsenenbildung. Basel.

https://www.gender-curricula.com/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/Studie-14_Geschlechtergerechte_Akkreditierung_2.pdf

Was können Studierende zu gendersensibler Lehre beitragen?

Studierende können auf vielfältige Weise zu einer gendersensiblen Lehre beitragen. Für mehr Wissen dazu haben Gil&Toni ein eigenes Sortiment im Studierendenregal: Snacks für Studierende! Hier ist eine Auswahl konkreter Ansätze:

  1. Reflexion und Selbstbewusstsein:
    • Setzt Euch mit Euren eigenen Bedürfnissen auseinander. Was braucht Ihr, um Euch in einer Lehrveranstaltung wohlzufühlen und gut lernen zu können?
    • Reflektiert, ob in Euren Lehrveranstaltungen eine geschlechtliche Vielfalt repräsentiert ist und ob alle Geschlechter gleichberechtigt behandelt werden.
  2. Beobachtung und Dokumentation:
    • Achtet darauf, wer in Euren Lehrveranstaltungen spricht, in welcher Reihenfolge und wie viel Redezeit die einzelnen Personen bekommen. Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern?
    • Nehmt Ihr geschlechtsbezogene Hürden im Studienalltag wahr?
  3. Kommunikation und Dialog:
    • Tauscht Euch mit anderen Studierenden und Lehrenden über Eure Beobachtungen aus. Diskutiert, wie eine gendersensible Lehre aussehen könnte.
  4. Aktiv werden:
    • Nutzt unser Angebote, um Euch weiterzubilden und Euer Wissen zu vertiefen.
    • Und wenn Ihr Euch engagieren möchtet, in der STUVE gibt es Gruppen, die sich für Gender-Gerechtigkeit und Diversität einsetzen. Vielleicht auch in Eurer Fachschaft. Und außerhalb der Hochschule sowieso.

 

  1. Sensibilisierung und Bildung:
    • Informiert Euch über Gender-Theorien und -Konzepte, um Euer Verständnis für geschlechtliche Vielfalt und Diskriminierung zu vertiefen. Das ist wichtig, um eine fundierte Meinung zu bilden.
      Für die Gesellschaft, und auch für Euren Einstieg ins Berufsleben. Viele Unternehmen bauen auf eine Diversitätskultur und fordern und fördern entsprechende Maßnahmen.
    • Studierende können aktiv dazu beitragen, dass die Lehre an Hochschulen gendersensibler wird und alle Studierenden unabhängig von ihrem Geschlecht gleiche Chancen und Möglichkeiten haben.

Quelle:

Metz-Göckel, S., 2012: Genderdimensionen in der Hochschuldidaktik-Forschung. S. 317–330 in: M. Kampshoff & C. Wiepcke (Hrsg.), Handbuch Geschlechterforschung und Fachdidaktik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.